
Atemwegsgesundheit
Atemwegsfit: Wandern ist besser als die Citytour
Auch wenn Städtereisen gerade im Trend liegen, sollten Atemwegspatienten immer daran denken, dass Großstadt-Smog reizempfindlichen und vorgeschädigten Schleimhäuten nicht besonders gut tut.
Aktiv unterwegs - aber bitte an der frischen Luft!
Menschen, die unter chronischen Erkrankungen der Atemwege leiden, sollten sich regelmäßig bewegen. Auch im Urlaub kann man von Bewegung und Spaß an der frischen Luft profitieren. Doch anstatt eine Städtetour zu planen, ist man als Asthmatiker oder Patient mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) in der Natur deutlich besser aufgehoben. In der Stadt und in Ballungsräumen belasten Auto- und Industrieabgase unsere Atemwege genauso wie Feinstaub und im Sommer auch noch das Ozon. Straßenverkehr, Menschenansammlungen, viele laute Geräusche und Unruhe bis tief in die Nacht - all das gehört ins Stadtbild und ist anstrengend und stressig zugleich. Wer sich die Lichter der Großstadt trotzdem gerne einmal anschauen will, sollte dies in Form einer Tagesreise machen. Den längeren Erholungsurlaub sollte man aber fernab von Straßenlärm und Sommersmog genießen.
Weniger Infekte, besseres Durchatmen
Bewegung an der frischen Luft wirkt sich bei chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD gleich mehrfach positiv aus. Wer regelmäßig wandert, joggt oder auch spazieren geht, verbessert sein Atemvolumen und sorgt dafür, dass seine Atemwege weniger empfindlich gegenüber Reizen werden.
Doch nicht nur krankheitsbedingte Beschwerden gehen zurück, auch das Immunsystem wird durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft gestärkt. Gerade wenn in der kalten Jahreszeit das Infektrisiko steigt, ist die Körperabwehr damit viel besser aufgestellt. Erkältungsviren und andere Erreger haben weniger Chancen, einem das Leben schwer zu machen. Deshalb sollten auch Menschen, deren Atemwege sehr infektanfällig sind, sich viel an der frischen Luft bewegen. Ein Wanderurlaub in einem Luftkurort in schöner Natur ist daher auch für sie eine sehr empfehlenswerte Urlaubsalternative. Dazu noch das richtige Wohlfühlprogramm und eine gesunde, vitaminreiche Ernährung und der Gesundheitsurlaub ist perfekt.
Viele zusätzliche Angebote für Atemwegskranke
Viele Urlaubsanbieter und Luftkurorte richten sich zunehmend auf Patienten ein, die ihren Urlaub zum Wohle der Gesundheit verbringen möchten. Neben der guten Luft und schöner Natur können Atemwegspatienten hier auch von speziellen Sport- und Wellnessprogrammen profitieren, die Atemwegsbeschwerden lindern können. Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga ebenso wie Soleinhalationenbieten sich zum Beispiel an und können vielerorts unter fachlicher Anleitung gelernt oder praktiziert werden. Auch Lungensportgruppen, Schwimmen oder Wassergymnastik sind atemwegsgesunde Alternativen. Fragen Sie beim Anbieter Ihrer Wahl, welche Gesundheitsprogramme für Atemwegspatienten zur Verfügung stehen.
Wichtige Informationen vorab einholen
Ebenfalls vom Anbieter oder auch bei der Touristeninformation vor Ort erfährt man alles über geeignete Wander- und Fahrradwege. Für Heuschupfen-Allergiker und Asthmatiker sind ferner die aktuellen örtlichen Pollenflug- und Wettervorhersagen relevant. Besonders in Kurorten und Kurbetrieben ist die ärztliche Versorgung für Atemwegs- und Lungenkranke meist hervorragend. Trotzdem empfiehlt es sich, vor Urlaubsantritt noch einmal seinen Arzt aufzusuchen und mit ihm das Urlaubsprogramm und die eigene Belastbarkeit zu besprechen. Nutzen Sie den Arztbesuch auch dazu, um sich im Bedarfsfall, z.B. bei Asthma, genügend Medikamente verordnen zu lassen, damit sie ohne Schwierigkeiten über die Urlaubszeit kommen.




