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Natürlich wirksam

Die fruchtbarkeitsfördernde Wirkung von Moor

Bei einem unerfüllten Kinderwunsch kann eine Moorbehandlung helfen. Die Wirksamkeit verschiedener Moorbestandteile ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt.

Mehr als nur der Glaube

Manchmal ist es allein der Glaube an die Wirksamkeit eines Medikamentes oder einer bestimmten Behandlung, die zu einer Besserung von Krankheitsbeschwerden führt - und dies obwohl die "Behandlung" an sich wirkungslos ist. Ärzte sprechen dann von dem sogenannten Placebo-Effekt, der auf rein psychologischen Mechanismen beruht. Dass Mooranwendungen aber mehr in sich haben als dieses rein psychologische Moment, wenn es um den Wunsch, endlich schwanger zu werden, geht, haben wissenschaftliche Untersuchungen mittlerweile bestätigt. Einige Moorarten sind demnach bei unerfülltem Kinderwunsch besonders wirksam: Sie enthalten wasserlösliche Substanzen, die anregend und ausgleichend auf den Hormonhaushalt wirken.

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Mit Tiefenwärme in die Schwangerschaft

Vor diesen wissenschaftlichen Studien nahm man an, dass die fruchtbarkeitsfördernde Wirkung des Moores alleine auf die Wärmeentwicklung bei einer Mooranwendung zurückzuführen ist. Die guten Isolationsfähigkeiten des Torfes sorgen dafür, dass dem Körper bei einem Vollbad im warmen Torf bis zu siebenmal mehr Wärme zugeführt wird als bei einem normalen Wannenbad mit Wasser. Diese Tiefenwärme, die ein Moorbad oder eine Moorteilanwendung ausstrahlt, sorgt entsprechend für eine gute Durchblutung von Eierstöcken und Gebärmutter. Schon dieser Effekt wirkt sich positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Natürliche Wirkstoffe regulieren den Hormonhaushalt

Eine der häufigsten Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit bei Frauen ist die sogenannte Gelbkörperschwäche. Auch ein Ausbleiben des Eisprunges oder andere hormonell bedingte Ursachen sind immer häufiger anzutreffen. Um diese Vorgänge im Körper zu regulieren, kann ein Kuraufenthalt in einem Moorheilbad sinnvoll sein. Durch die im Moor enthaltenen Wirkstoffe werden schwangerschaftsverhindernde Hormone gesenkt und andere Hormonspiegel, die eine Schwangerschaft begünstigen (z.B. Östrogen) erhöht. Die in bestimmten Moorarten in besonderem Maße enthaltenen natürlichen Gerbsäuren wie Fulvin- und Ulminsäure spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle. Sie sorgen nicht nur für eine samtweiche und gesunde Haut, sondern ermöglichen und begünstigen das Eindringen der hormonwirksamen Substanzen in den Körper.

Entspannung als wichtiger Faktor

Viele Paare, die ungewollt kinderlos sind, setzen sich selbst einem enormen Druck aus, wenn es mit der Schwangerschaft schon längere Zeit nicht geklappt hat. Besonders, wenn die ärztliche Diagnose auf ein "Eigentlich-alles-in-Ordnung" hinausgelaufen ist. Auch solch ein emotionaler Stress kann dem Wunschkind im Wege stehen. Darum ist eine dreiwöchige Kur in einem Moorheilbad eine ideale Möglichkeit, um sich einfach zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Manche Frauen, die von ihren Männern in dieser Zeit besucht werden, fahren darum schon mit dem Baby im Bauch wieder nach Hause. In einer Studie an der Universität München lag die Erfolgsquote einer Baby-Moor-Kur bei den beobachteten Frauen immerhin bei beachtlichen 60%.

Moor ist nicht gleich Moor

Moorbäder sind in ihrer Zusammensetzung recht unterschiedlich. Je nachdem in welcher Landschaft das Moor liegt, enthält der Torf unterschiedliche Wirkstoffe. Achten Sie bei der Auswahl des Kurortes darum darauf, dass das entsprechende Moor für die Anwendung bei ungewollter Kinderlosigkeit ausdrücklich empfohlen wird und erkundigen Sie sich beim jeweiligen Anbieter über dahingehende Angebote. Wichtig ist auch, dass Sie vorher mit Ihrem Arzt besprechen, ob in Ihrem speziellen Fall eine Moorbehandlung angezeigt ist.


Quelle: Nach Informationen von Gesellschaft für Phytotherapie e.V. (Sitzungsbericht Torftherapie-Sitzung Akademie Erfurt 2003: A.-M. Beer, J. Lukanov, P. Sagorchev: ?Zur Einführung von Standards bei der Torftherapie - unter Einbeziehung der pharmakologischen Eigenschaften des Torfes?) sowie Balneologisches Institut Bad Aachen e.V.
Autor: Springer Medizin
Stand: Apr 7, 2009


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