
Arthrose in den Gelenken
Im Urlaub die Schonkur?
Erkrankungen der Gelenke wie Arthrose, die durch Verschleiß, Fehlbeanspruchung und gestörten Knorpelstoffwechsel entstehen, nehmen immer mehr zu. Wer als Arthrosepatient in den Urlaub fährt, sollte sich aber nicht schonen, sondern gezielt bewegen.
Warum ist Bewegung bei Arthrose gut?
Wenn die Gelenke schmerzen, versucht man als Betroffener im ersten Moment, sich so wenig wie möglich zu bewegen. Was früher noch als beste Methode galt, um weiteren Schmerzen vorzubeugen, ist heute aber als krankheitsfördernd bekannt: Wer rastet, der rostet. Und wer seine arthrotischen Gelenke gezielt und regelmäßig bewegt, erreicht nicht nur mittelfristig deutliche Schmerzlinderung, sondern wird auch wieder gelenkiger und hat mehr Spaß am Leben. Fachärzte raten daher zu sportlicher Betätigung, auch wenn es am Anfang weh tut. Sanfter Sport "massiert" die geschädigten Knorpel und regt den Gelenkstoffwechsel an. So wird mehr Gelenkschmiere gebildet und die Bewegungen fallen wieder leichter.
Gelenkschonende Bewegungsarten sind gefragt
Gleichmäßige, fließende Bewegungen sind ideal für geschädigte Gelenke. Walken, Tai Chi, Yoga, Pilates, Rad fahren und Schwimmen im Kraul- oder Rückenstil sind besonders für Arthrose-Patienten geeignet. Auch Aquagymnastik oder Skilanglauf werden von Fachärzten empfohlen. Bei all diesen Sportarten werden die Gelenke gleichmäßig belastet und müssen keine plötzlichen Richtungswechsel oder Stopps ausgleichen. Gezielten Muskelaufbau, und damit Entlastung der betroffenen Gelenke, kann man mit entsprechendem Gerätetraining erreichen.
Ein guter Beginn ist der aktive Urlaub
Wer sein Leben wieder bewegungsreicher gestalten will, kann dies besonders gut mit einem aktiven Urlaub beginnen. Viele Urlaubsanbieter haben Gesundheitsprogramme für Arthrose- und Rückenpatienten im Angebot, bei denen ausgebildete Trainer darauf achten, dass sich Sportneulinge und Wiedereinsteiger nicht überlasten. Wer zum Beispiel mit Walking in schöner Landschaft beginnt oder die heilende Wirkung von Thermalquellen für Aquagymnastik nutzt, tut nicht nur seinen Gelenken, sondern auch seiner Seele etwas Gutes. Ein Aufenthalt in einem anerkannten Heilbad ist dabei ein besonders guter Tipp. Die Balneotherapie, bei der besondere Wirkstoffe im Heilwasser wie Mineralien, Kohlendioxid oder Schwefel genutzt werden, ist eine anerkannte Heilmethode bei Arthrose. Dabei können unter der heilenden und entlastenden Wirkung unter Wasser Bewegungen ausgeführt werden, die für viele Patienten "auf dem Trockenen" gar nicht mehr möglich sind.
Bei Arthrose beachten!
Alle Sportarten, bei denen man plötzlich abstoppen oder die Richtung ändern muss, wie beispielsweise Tennis, Squash, alpiner Skilauf oder Joggen, sind hingegen Gift für vorgeschädigte Gelenke und sollten daher auch im Urlaub bei Arthrose besser nicht betrieben werden. Arthrosepatienten, die lange keinen Sport mehr betrieben haben, sollten zudem bedenken, dass ihre Muskeln auf keine starken Belastungen mehr eingerichtet sind. Sie müssen erst nach und nach wieder aufgebaut werden. Darum gilt auch bei den empfohlenen Sportarten, zunächst langsam anzufangen und sich nur nach und nach zu steigern.
Im Urlaub in guten Händen
Gegen Arthrosebeschwerden lässt sich aber nicht nur mit einem gezielten Bewegungsprogramm angehen. Auch mit der richtigen Ernährung und weiteren Maßnahmen kann die Krankheit positiv beeinflusst werden. Viele Kurorte bieten geeignete Diäten, dazu spezielle Heilwasser-Anwendungen (Balneotherapie), Bewegungsschule, Akupunktur, Kältetherapien und vieles mehr für Arthrose-Patienten an. Erkundigen Sie sich vor Urlaubsbeginn nach den Angeboten vor Ort und halten Sie auch mit Ihrem Arzt Rücksprache, was für Sie am besten geeignet ist.




