
Reizklima oder Schonklima
Welches Klima hilft wem?
Ob Herz-Kreislauf, Gelenke oder Atemwege - Heilklimatische Anwendungen gibt es für fast jedes Gesundheitsproblem. Aber auch Menschen, die sich einfach nur erholen und dabei Geist und Körper etwas Gutes tun wollen, sind in einem Urlaubsort mit gesundem Bioklima gut aufgehoben.
Gesundheit ist das höchste Gut. Keine Wunder also, dass viele ihre freien Tage im Jahr ihrer Gesundheit widmen möchten. Gerade in unserer Gesellschaft, in der viele Menschen den ganzen Tag in klimatisierten Räumen zubringen und sich zu wenig bewegen, nehmen Zivilisationsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Migräne oder mangelnde Kondition immer mehr zu. Einige Urlaubstage in einem geeigneten Heilklima können helfen, die leeren Energiereserven wieder zu füllen und der Gesundheit auf die Sprünge zu helfen.
Lieber Reizklima oder Schonklima?
Grundsätzlich unterscheidet man in der Klimatherapie Reizklima von Schonklima. ?Reiz? bedeutet aber nicht Belastung, sondern wohltuende Stimulation. Als gesunde Reize gelten zum Beispiel frischer Wind, Höhensonne und die verstärkte Sonnenstrahlung an der See. Belastend sind dagegen extreme Temperaturschwankungen, große Hitze oder schwüles Wetter. Abhängig von den individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen sind bestimmte Klimafaktoren besonders geeignet, andere wiederum nicht. Bei einem ohnehin schon überlasteten Immunsystem und ständigen Erkältungen zum Beispiel, empfiehlt sich ein Aufenthalt im Schonklima viel eher als ein Urlaub an der Nordseeküste bei stürmischen Böen.
Wie verschiedene Klimafaktoren die Gesundheit beeinflussen
Man unterscheidet grundsätzlich drei Landschaftszonen, die mit ihrem speziellen Bioklima von therapeutischem Nutzen sind. Dazu gehören:
Das Hochgebirge: Hier ist die Sonneneinstrahlung besonders hoch, die Luft ist besonders sauber und pollenarm. Der geringere Sauerstoffdruck der Höhenluft unterstützt die Atmung. Asthmatiker können von diesem Klima besonders profitieren. Auch bei einigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Hautkrankheiten, die auf Höhensonne ansprechen, ist das Hochgebirge zu empfehlen. Und schließlich kann ein Gebirgsaufenthalt auch bei den typischen Herbstdepressionen Linderung bringen.
Mittelgebirge, Wald- und Hügellandschaften: Geringe Temperaturschwankungen, sanfter Wind, mildes Klima und weniger heftige Sonneneinstrahlung machen diese Landschaften zu einem idealen Erholungsort für weniger robuste Naturen. Rheumatische Probleme können gelindert werden, auch viele Atemwegs- und Herzkrankheiten sprechen meist gut auf das sanfte Klima an.
Die Küste: Mit frischem Wind, salz- und jodhaltiger Luft und Sonne, die vom Meer widergespiegelt wird, ist ein Kuraufenthalt an der See ideal bei chronischen Schleimhauterkrankungen. Wegen der geringen Pollenbelastung ist es auch für gestresste Atemwege eine wahre Erholung. Entzündliche Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Akne bessern sich oft unter der Einwirkung des Meersalzes.
Beachten Sie auch die zusätzlichen Angebote vor Ort!
Viele Kurorte haben neben diesen Klimafaktoren auch andere, unterschiedlichste Vorteile zu bieten. Heilquellen zum Beispiel können als Trink- oder Badekur bei Gelenkproblemen oder zur Unterstützung bei Stoffwechselkrankheiten eingesetzt werden. Sole hilft bei trockener Haut und Gliederschmerzen. Asthmatiker können von der staubfreien Luft in ehemaligen Bergwerken oder natürlichen Höhlen profitieren. Verspannte Muskeln lockern sich unter warmen Moorpackungen. Die Liste der Möglichkeiten ist noch lang, und für jeden findet sich das passende Programm. Auch für Familien mit Kindern gibt es Kurangebote, die viel Spaß für Groß und Klein beinhalten. Und in vielen Fällen zahlt sogar die Krankenkasse einen Teil dazu. Fragen Sie einfach Ihren Hausarzt oder erkundigen Sie sich bei Ihrem Wunschreiseanbieter nach für Sie geeigneten Angeboten.




